Viele Maler*innen lassen ihr Pinselwasser stehen, bis sich die Farbe am Boden absetzt — und kippen dann das scheinbar klare Wasser weg. Das fühlt sich richtig an, löst das Problem aber nur zu einem kleinen Teil.
Der Grund: Die Kunststoffpartikel im Acryl-Pinselwasser sind extrem klein. Acrylharzdispersionen bestehen aus winzigen Kunstharzteilchen, die sich im Wasser gleichmäßig verteilen und zum Teil im Nanometerbereich liegen — also kleiner als ein Tausendstel Millimeter. Partikel dieser Größe setzen sich nicht einfach ab. Sie bleiben im Wasser in Schwebe, auch wenn dieses optisch klar wirkt.
Dasselbe gilt für technische Lösungen wie Schlammabscheider. Diese arbeiten nach dem Schwerkraftprinzip — schwere Partikel sinken, leichte steigen auf. Acrylharzteilchen tun beides nicht. Als feine Dispersion im Wasser verteilt, passieren sie jeden Abscheider ungehindert.
Clara löst das Problem auf chemischem Weg: Die enthaltenen Lösungen binden die Partikel und fällen sie aus — erst dann können sie zuverlässig herausgefiltert werden.
Quelle: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), fau.de